Nicht nur sportliche, sondern auch soziale Veränderungen bringen frischen Wind in den Verein. So lassen sich Mitglieder leichter binden, wenn sie aktiv am Clubleben teilhaben können. Anregungen von Ute Strakerjah und Judith Sprenger.
Um den Club zu beleben, ist es wichtig, dass Informationen möglichst schnell und großflächig weiter gegeben werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben einer großen Informationstafel an einer gut sichtbaren Stelle im Vereinshaus lässt sich die Herausgabe einer Clubzeitschrift empfehlen. Diese ist ein sehr gezieltes und günstiges Infomedium und kann je nach Auflagenzahl und Zielsetzung ganz unterschiedlich gestaltet werden. Die einfachste Lösung sind als Rundbrief verschickte Zettel. Entscheidender als die äußere Gestaltung einer solchen Zeitschrift ö finanzielle Mittel für ein aufwendiges Clubheft fehlen meist ö ist das regelmäßige Erscheinen und der aktuelle Inhalt.
Eine Vereinszeitung erleichtert auch Einsteigern den Zugang ins Vereinsleben, so lassen sich diverse Ansprechpartner und ihre Zuständigkeiten besser überblicken.
Aktionen im Clubhaus
Das Clubhaus soll als Treffpunkt dienen. Hier lassen sich zwanglos und ohne Verabredung Gleichgesinnte treffen. Gerade die Gastronomie in den Vereinen kämpft häufig ums Überleben. Deshalb ist es sinnvoll, zahlreiche Aktivitäten zu planen. Es bieten sich von Skat-Abend über Bridge-Nachmittag bin hin zum Bingo-Abend viele Möglichkeiten, einen regelmäßigen Spieltag zu etablieren. Günstig wäre es, im Vorfeld ein paar Interessierte anzusprechen, die so einen Tag organisieren könnten.
Der Clubwirt ist sicherlich bereit, mal einen "Spanischen Abend" mit ein paar Tapas, spanischen Rotwein und sonstigen Köstlichkeiten, einen Brunch oder eine Weinprobe zu veranstalten. So kann er seine Kasse aufbessern.
Der Trainer könnte sich nach Absprache auch zu einem Theorieabend mit anschließendem Umtrunk bereit erklären. Damit nimmt er die Gelegenheit wahr, zu informieren und möglicherweise neue Kunden zu werben.
Für Kinder und Jugendliche freuen sich über Zauber-Auftritte genauso wie über eine Weihnachtsfeier oder Jugendfete. Diese könnte sogar von den Jugendlichen selbst organisiert werden, natürlich mit Unterstützung eines Erwachsenen.
Außerdem sollte sich der Vorstand überlegen, ob regelmäßig wieder kehrende Feste im Club gefeiert werden sollten, wie zum Beispiel Saisoneröffnung, Winterball, Sommernachtsfest, Saisonabschluss.
Nicht alle Vereine verfügen über bewirtschaftete Clubhäuser, dennoch kann auch ein kleines Clubheim ohne Gastronomie zum Treffpunkt werden, wenn dort gezielt Veranstaltungen organisiert werden und das entsprechende Umfeld geschaffen wird.
Aktionen auf der Anlage
Vorstand und Trainer sollten neben Tennis noch andere Angebote ermöglichen. Viele Mitglieder sind dankbar, wenn sie auch eine Stunde Rückenschule, Powergymnastik oder ein Lauftreff besuchen können.
Für die Kinder ist eine Koordinationsschulung außerhalb des Tennisplatzes von hoher Bedeutung. Es lässt sich bestimmt ein Sportlehrer oder auch Trainer finden, der in einer Turnhalle oder auf einem Freigelände ein solches Training mit wenig Geräteaufwand abhalten kann.
Gemeinsame Fahrten
Im Frühjahr fahren in vielen Clubs die erste Damen- und Herrenmannschaften zur Saisonvorbereitung in den Süden. Das könnte für alle Interessierte erweitert werden. Somit verstärkt ein Trainingslager den Kontakt und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Leistungsträger des Clubs mit den Mitgliedern und zusätzlich ist dies oft eine weitere Einnahmequelle des Trainers. Außerdem bieten sich natürlich auch Eintages-Fahrten zum Beispiel zu einem Turnier oder eine gemeinsame Rad- oder Kanutour an.
All das trägt dazu bei, dass sich die Mitglieder im Verein wohl fühlen und diesen nicht so schnell wieder verlassen. Natürlich muss für jede Altersgruppe etwas angeboten werden, sonst fühlt sich eine Gruppe benachteiligt.